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Die Zelle: Laut Wissenschaft der Grundbaustein des Lebens. Ohne sie geht nix. Okay, Uli Hoeneß mag hier widersprechen … doch das ist eine andere Geschichte. Was aber ist der Grundbaustein des modernen Lebens, des hochtechnisierten Lebens wie wir es kennen? Wir zitieren Physiker und Philosoph Dr. Karlheinz Steinmüller: „Ohne Metall bricht alles zusammen. Selbst die Bilder fallen von den Wänden.“ Apropos Bild: Jetzt haben wir eins vor Augen.

Ohne Metalle kein Auto, kein Zug, kein Flugzeug. Ohne Metalle keine moderne Medizin. Ohne Metalle keine industrielle Revolution … und somit am Ende des Tages auch kein Handy. Sorry, wir meinten natürlich Smartphone. „Handys sind doch nur was für Warmduscher!“ Ein Originalzitat eines österreichischen Jugendlichen, aufgeschnappt in Wien vor wenigen Tagen. Tja, doch ohne Metalle hätte uns selbst diese „Weisheit“ niemals erreicht …

Wie es auch um unsere Chancen ziemlich schlecht stünde, Sie ohne Metalle mit diesem Newsletter zu erreichen. Und berittene Boten auszuschicken wäre auf Dauer auch keine Lösung. Doch glücklicherweise haben wir ja Metalle zur Hand – und damit den Computer, das Internet, kurz, pfeilschnelle Kommunikationstechnologien, die es erlauben, sich per simplem Mausklick im Bruchteil von Sekunden mit der Welt zu verbinden.

 

“Drin sein”: Vom Spießrutenlauf zum Kinderspiel

War aber nicht immer so. Noch vor schlappen 20 Jahren fragte sich ganz Internet-Deutschland „Bin ich schon drin?“ – und nicht mal „Bumm Bumm“ Boris wusste die Antwort. Wenig verwunderlich. Die Begriffe „schnell“ und „online“ waren damals so kompatibel wie „Dschungelcamp“ und „Qualität“ – und nicht selten war man draußen, bevor man überhaupt drin war. PC-Totalabsturz. Crash. Error. Tilt. Davon albträumt die Generation 40+ noch heute …

Lag im Übrigen auffallend oft an der damaligen Chip-Generation. Trotz überdimensionierten und für heutige Verhältnisse ohrenbetäubend lauten Lüftungen liefen die gern mal heiß, um sich daraufhin lateinamerikanischer Lebensart zu erfreuen. Auf gut Deutsch: Der Hitze geschuldet stellten sie die Arbeit ein. Siesta Mexicana. Nix ging mehr … Mitte des ersten 2000er Jahrzehnts dann die Wende – und sie trägt einen Namen: Hafnium. Ein bis dahin selbst für viele Fachleute unbekanntes Element, das in Sachen Computerchips allerdings ‘nen technologischen Quantensprung bedeutete. Silizium raus, Hafnium rein – und schon war „drin zu sein“ ein Kinderspiel, der „Hitzekollaps“ geheilt!

Klingt verdächtig nach ‘nem klassischen Fall von „Nomen est omen“: Leitet sich die Bezeichnung Hafnium doch von „Hafnia“, dem lateinischen Namen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ab – und wenn’s der hohe Norden nicht schafft, Hitze abzukühlen, wer dann? Schön und gut. Aber was bitteschön hat dieses außergewöhnliche und – gemessen an der Weltjahresproduktion von lächerlichen rund 60 Tonnen – sehr seltene Metall mit der Heimstatt der Andersen’schen kleinen Meerjungfrau am Hut? Ganz einfach: Das Element wurde exakt dort entdeckt … von daher der Name.

Im Übrigen eine holländisch-ungarische Koproduktion. Der eine Physiker und Niederländer, der andere Chemiker und Magyar. Anno 1923, also erst relativ spät, „stolperten“ die beiden über Hafnium – und selbst diese Verspätung hat ihren Grund: Zirkonium.

Da dies allein als Begründung nicht ausreicht, legen wir hiermit fachkundig nach: In der Natur ist Hafnium nur in Zirkon-Erzen zu finden und muss, um es in einer für die Industrie benötigten Reinheit zu erhalten, sehr aufwendig getrennt werden. Klingt leichter, als es ist. Und genau deshalb wird in Sachen „Reinheitsgebot“ eines verlangt: Die exakte Angabe des verbleibenden Zirkon-Anteils in Hafnium. Eine echte Besonderheit – und sonst bei keinem anderen Rohstoff zu finden!

 

Fortschrittswunder Hafnium

Doch bereits vor der Verwendung in Computer-Chips wusste die Industrie die wertvollen Eigenschaften von Hafnium für sich zu nutzen. Etwa in Kernkraftwerken. Aufgrund seiner enormen Fähigkeit, Neutronen zu absorbieren, kommt das stahlgraue Metall bis heute in Kontrollstäben von Atommeilern zur Anwendung … und ja, wir wissen, diese Form der Energiegewinnung hat hierzulande ein Imageproblem – um es mal vorsichtig auszudrücken. Der Rest der Welt sieht das allerdings anders. Riskieren wir mal einen Blick nach China. Dort sind aktuell satte 170 brandneue Kernkraftwerke in Planung – und bei allen steht Hafnium hoch im Kurs.

Doch nun – frei nach Monty Python – zu etwas völlig anderem: Auch wenn es heiß hergeht, wie am Kopf eines Plasmabrenners, wissen Fachleute die Paarung aus hohem Schmelzpunkt und hoher Korrosionsbeständigkeit des Supermetalls dänischen Ursprungs sehr zu schätzen.

Zeigt sich folgendermaßen: In vielen Stahllegierungen, die obige Eigenschaften benötigen, ist Hafnium als Legierungsbestandteil mit von der Partie. Etwa in Triebwerken von Flugzeugen und Gasturbinen, um lediglich zwei von zahlreichen Einsatzgebieten zu nennen.

Selbst Elon Musk schwört auf Hafnium: Als fixen Bestandteil der wiederverwendbaren Falcon 9 „Recycling-Raketen“ von SpaceX. (Quelle: Alkane Resources).

Richtig gelesen: Auch das „Wunderkind“ der modernen Raumfahrt outet sich als Hafnium-Fanboy. Das weckt Begehrlichkeiten – und somit ist’s wenig verwunderlich, dass der Bedarf steigt … und steigt … und steigt. Im krassen Gegensatz zur Verfügbarkeit, die mehr oder minder stagniert.

Für ausreichend Spannung am Hafnium-Markt ist damit schon jetzt gesorgt. Und es wird noch spannender: Scharren doch bereits weitere verheißungsvolle Einsatzgebiete in den Startlöchern, begierig, ihr Stück vom begrenzten Hafnium-Kuchen abzubekommen.

Paradebeispiel: die Thermoelektrische Stromerzeugung. Dabei wird – grob gesagt – Abwärme aus anderen Energiequellen in Strom umgewandelt. Und auch hier erscheint ein auf Hafnium und Zirkonium basierendes System als Schlüssel zum Glück: Erscheint es doch maßgeschneidert, Nachteile von bereits am Markt befindlichen Technologien abzumildern oder gar gänzlich zu beseitigen.

Mehr noch: Strom sinnvoll produzieren (s. oben) UND Strom sparen – beides ist mit Hafnium möglich. Schließlich schickt sich Hafnium an, die Klimatisierung zeitgeistiger „Glaskobel“ – also von großen Gebäuden mit vielen Glasflächen – nachhaltig zu verbessern. Funktioniert mithilfe einer ultradünnen Glasflächen-Beschichtung aus Hafnium und Silizium, die für eine rund 97-prozentige Reflexion des Sonnenlichts sorgt. Die „Fridays for Future“-Kids wird’s freuen …

Und einen haben wir noch zum Unterstreichen der Vielseitigkeit des dänischstämmigen Metallhelden: Verwendung von Hafniumoxid-Partikeln bei der Behandlung von Prostatakrebs. Erste Test-Ergebnisse liegen schon vor … und sie sehen vielversprechend aus!

 

Wertvoll, doch nicht teuer

Hm … kleines Angebot, große Nachfrage: Nach Adam Riese bedeutet das – das Zeug ist ziemlich teuer! Falsch. Ist es eben nicht. Noch nicht. Doch da sich die Nachfrageentwicklung bei Hafnium sehr eng an die Konjunktur der verarbeitenden Branchen koppelt und allein Boeing bis 2033 mit einem Bedarf von mehr als 36.000 neuen Passagier- und Frachtjets rechnet, bestehen für Käufer beste Chancen, von den zu erwartenden Verfügbarkeitsengpässen zu profitieren.

Und exakt hier kommen unsere beiden Warenkörbe „Schlüsselindustrien“ und „Solar- & Energietechnik“ ins Spiel. Gepaart mit weiteren kostbaren Metallen sichern Sie sich damit ECHTE Grundbausteine der Weltwirtschaft – und das als ECHTES Eigentum. Werthaltigkeit über Generationen natürlich inklusive. Wie es sich für ECHTE WERTE eben gehört …