DIE KRISE ALS CHANCE: Machen Sie das Beste daraus!
24. Juli 2020

„Geld ist das in einer Gesellschaft allgemein anerkannte Tausch- und Zahlungsmittel.“ So kurz und knapp definiert Wikipedia den Begriff Geld. Frage beantwortet – Thema erledigt… könnte man nun meinen. Doch es wäre zu schön, wäre es tatsächlich so einfach. Denn selbst in diesem zitierten Satz von Wikipedia findet sich ein Fehler…

Denn der Passus „…in einer Gesellschaft allgemein anerkannt…“ suggeriert, dass die Gesellschaft selbst ein Mitspracherecht hätte, was Geld ist.

Demgegenüber steht allerdings § 14 Abs. 1 Satz 2 Bundesbankgesetz (BBankG): „Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel.“

Übrigens war das schon immer so: Es ist die politische Elite, die sich anmaßt, zu definieren, was Geld ist bzw. als gesetzliches Zahlungsmittel gilt. Während in früheren Zeitepochen die Bevölkerung jedoch noch die Möglichkeit hatte, die Akzeptanz des vorgebenen Zahlungsmittels zu bestätigen oder zu verweigern, findet man das im modernen Zeitalter nicht mehr.

Doch auch die Bundesbank selbst geht dieser Frage, was Geld nun eigentlich ist, auf Ihrer Webseite nach (Quelle: bundesbank.de).

Und da finden wir neben nachvollziehbaren Erläuterungen auch Aussagen, die dem Leser wohl dazu führen, die Augenbrauen in Windeseile hochzuziehen.

Zunächst erfahren wir die drei bekannten Funktionen, die Geld erfüllen muss:

  1. Tauschmittelfunktion
  2. Funktion als Recheneinheit
  3. Funktion als Wertspeicher

Bei den beiden ersten Funktionen können wir guten Gewissens einen Haken setzen. Passt noch. Die letztere Funktion hingegen erfordert einer ausführlicheren Betrachtung. Stirnrunzeln inklusive. Dazu später mehr.

Was ist Geld?

Doch was ist Geld denn genau? Wie bereits erwähnt dient Geld bzw. das, was unter Geld verstanden wird, der Erleichterung von Tauschgeschäften. Wir alle kennen die Geschichten über den Tauschhandel, wo beispielsweise ein Laib Brot gegen eine Flasche Wein getauscht wurde. Das Problem an solchen Tauschgeschäften ist, dass beide Tauschpartner nicht immer etwas anbieten können, was der Gegenüber auch tatsächlich braucht.

Hieraus sind in der Menschheitsgeschichte eine Menge von Geldsystemen entstanden, die anfangs – bereits in der Antike – ausschließlich aus Münzen in unterschiedlichsten Ausprägungen bestanden. Geld in Form von Papier kam erst einige Jahrhunderte später dazu.

Die Sache mit dem Wertspeicher bei Geld – dass diese Funktion bei genauerer Betrachtung mehr Wunschdenken als Realität darstellt – ist allerdings beileibe kein neuzeitliches Problem. Denn auch schon zu Zeiten, als es nur Metallmünzen gab, wurde diese Funktion vonseiten der herrschenden Klasse vorsätzlich und nach allen Regeln der Kunst untergraben.

So wurde damals etwa still und leise versucht, den Metallgehalt, also der innere Wert einer Münze, von teuren zu minderwertigerem Metall zu verändern. Allerdings dauerte es nicht lange, bis dies den Menschen auffiel.

Papiergeld hingegen besitzt sowieso keinerlei inneren Wert. Man denke da an das bekannte Zitat von Voltaire, der bereits erkannte: „Früher oder später kehrt Papiergeld zu seinem inneren Wert zurück – Null!“ Ab da war es wesentlich einfacher für die herrschende Klasse, ihr per Gesetz als Zahlungsmittel verordnete Geld beliebig zu vermehren. Und das mit verheerenden Auswirkungen auf die Funktion des Geldes, als vermeintlicher Wertspeicher zu dienen.

US-Dollar und Euro

Hierzu werfen wir doch einen Blick auf zwei aktuell noch verfügbare Währungen:

Beginnen wir mit der aktuellen Leitwährung US-Dollar. Das Ergebnis für den US-Dollar ist schlicht und ergreifend ernüchternd: Ein 1913 ausgegebener US-Dollar besaß 2019 nur noch die Kaufkraft von gerade mal 0,05 USD! Wir ersparen uns, den Kaufkraftverlust in Prozent auszudrücken…

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die USA während diesem Zeitraum keine sogenannte Hyperinflation (monatliche Inflationsrate von über 50 %) erleben musste.

Allerdings sei erwähnt, dass der US-Dollar 1933 und 1971 zwei einschneidende Veränderungen über sich ergehen lassen musste.

Erst wurde 1933 die Einlösungsverpflichtung in Gold angepasst (von 20,67 USD auf 35 USD) – und 1971 löste Präsident Nixon diese Verpflichtung gleich ganz auf. Seitdem ist der US-Dollar nur noch reines Papiergeld – wie die meisten anderen heutigen Währungen übrigens auch.

In Deutschland ist es etwas schwieriger, die Erfüllung der dritten Funktion von Geld über mehrere Jahrzehnte zu überprüfen. Insgesamt drei Währungsreformen in den letzten 100 Jahren (1923, 1948, 2001) erschweren die klare Sicht auf die Dinge.

Tendenzen sind allerdings dennoch zu erkennen.

Was es dabei zu erkennen gibt?

Das: Eine frappierende Ähnlichkeit der Kaufkraft-Entwicklung in Deutschland mit jener des US-Dollars der letzten 100 Jahre. Wer sehen muss, um glauben zu können, dem sei ein Blick auf die nebenstehende Grafik wärmstens empfohlen.

Werterhalt des Geldes

Apropos Werterhalt des Geldes: Was sagt hierzu die Bundesbank auf Ihrer Webseite (Link von oben)?

„Den Wert des Geldes schützen die Zentralbanken. Im Euroraum arbeiten die Deutsche Bundesbank und die anderen Zentralbanken des Eurosystems gemeinsam für Preisstabilität. Mit ihrer Geldpolitik sichern sie den Wert und somit das Vertrauen in den Euro.“

Da drängt sich geradezu folgende Frage auf: Gibt es möglicherweise zum Begriff „schützen“ zwischen Ihrer Definition und der von Zentralbanken eklatante Unterschiede?

Fakt ist, dass sich die Geldmenge M1 (Bargeldumlauf plus täglich fällige Einlagen von Nichtbanken) seit der Euro-Einführung nahezu verfünffachte! Und das in gerade mal 20 Jahren. Ein echter Wertspeicher sieht anders aus.

Echte Wertspeicher erkennt man daran, dass sie nicht beliebig vermehrt werden können und auch tatsächlich gebraucht werden. Außerdem können Sie echte Wertspeicher nicht nur besitzen. Es ist sogar möglich, diese sein Eigen zu nennen. Klingt komisch, ist aber so.

ECHTE WERTE wie unsere sorgfältig ausgewählten Metalle erfüllen alle Kriterien eines langfristigen Wertspeichers. Geld hingegen erfüllt diese Kriterien – wie gesehen – leider nicht.

Deswegen machen Sie sich ECHTE WERTE zu eigen. Es wird sich langfristig lohnen!


Wissens-Quiz

Zum Abschluss noch ein kleines Wissens-Quiz. Die Auflösung erhalten Sie mit dem nächsten Newsletter.

Hier die Fragen:

1) Sie nehmen einen Kredit bei Ihrer Bank auf. Wie verändert sich die Bilanz Ihrer Bank?

  1. Die Bilanz bleibt unverändert
  2. Es entsteht eine Bilanzverlängerung (die Bilanzsumme steigt)
  3. Es entsteht eine Bilanzverkürzung (die Bilanzsumme sinkt)

 

2.) Nach einem Jahr zahlen Sie Ihren Kredit inklusive Zinsen wieder zurück. Ist das Geld für den Zins im Finanzsystem vorhanden?

  1. Ja
  2. Nein

 

3.) Sie gehen mit einem 50 EUR-Schein auf die Bank und zahlen diesen bei einem Bankmitarbeiter ein. Dieser schreibt den Gegenwert auf Ihrem Konto gut. Wie oft ist der 50 EUR-Schein (bzw. der Gegenwert) nun vorhanden?

  1. Einmal
  2. Zweimal
  3. Mehr als Zweimal

 

4.) Was würde beim Brettspiel Monopoly passieren, wenn die Regel „Ziehe über Los und kassiere X Geldeinheiten“ wegfallen würde?

  1. Das Spiel würde länger wie üblich dauern
  2. Das Spiel würde schneller vorbei sein
  3. Es hat keine Auswirkungen auf das Spiel

 

5.) Wer ist Eigentümer eines sich auf einem Bankkonto befindlichen Guthabens?

  1. Kontoinhaber
  2. Bank
  3. Zentralbank